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Erstellt am: 2010-07-13, 15:58:44
Modifiziert am: 2010-07-13, 15:58:44
Plattform: Win32
Typ: Trojaner
Größe: 52505
Datum: 2005-05-30
Komprimierung: FSG
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Agobot Trojaner heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Gaobot-2406
AVG Worm/Agobot.BON
BitDefender Backdoor.Gaobot.ABR
e-Trust Win32/Agobot.AWA
F-PROT W32/AgobotX.OS
F-Secure Trojan-Dropper.Win32.Agent.ye
Ikarus Backdoor.Gaobot.ABR
Kaspersky Trojan-Dropper.Win32.Agent.ye
McAfee W32/Gaobot.worm.gen.g(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft Win32/Gaobot
NOD32 (ESET) Win32/Agobot
Norton Antivirus Backdoor.Sdbot
Panda W32/Gaobot.FVK.worm
Rising Antivirus Backdoor.Agobot.aae
Sophos W32/Agobot-AIT
Trend Micro PE_AGOBOT.AQM-O
VirusBuster Win32.Agobot.A1
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Agobot!511D

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
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Das Ungeziefer Win32/Agobot Trojaner im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt die Datei unter dem Namen: scvhost.exe

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Der Schädling Win32/Agobot Trojaner erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "Configuration Loader"="scvhost.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Configuration Loader"="scvhost.exe"
Die Viren, Würmer sind in der Lage, Prozesse stoppen zu versuchen, die Bestandteile von Anti-Viren-Programmen bzw- Firewalls sind. Auch das hat ein doppeltes Ziel: Zum einen wird erschwert, dass der Anwender von der Infektion in Kenntnis Gesetz wird, zum anderen kann auch das Herauskommen des Hintertür-Komponenten erleichtert werden. Sie können auch vom bestimmten Verkehr zum Internet ablenken, den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten verhindern.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner stoppt von anderen Schädlingen folgende Abläufe:

Um sich im lokalen Netzwerk leichter zu verbreiten, sind die Viren und Würmer in der Lage, Dateien bzw. Verzeichnisse im Netz freizugeben und evtl. auf dem infizierten Rechner FTP Server-Dienstleistung zu starten. Selbstverständlich gehen die Schädlinge so vor, um den am anderen Computer sitzenden, neugierigen Anwender durch die Freigabe ebenfalls zu infiziert.

Der Schädling Trojaner stellt folgende Teilungen ein:

  • admin$
  • c$
  • d$
  • ipc$

Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner nutzt folgende Sicherheitslücke: MS04-011 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Der in dem LSASS.EXE (Local Security Authority Subsystem Service) Programm vorhandene Pufferüberfülle-Fehler ermöglicht das von weitem gesteuerte Laufen des Codes auf dem betreffenden System, dadurch kann der Angreifer die Steuerung des Rechners aus der Ferne voll übernehmen.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner nutzt folgende Sicherheitslücke: MS03-026 , bzw. mit dem Zeichen: MS03-039 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Die Verletzbarkeit betrifft den DCOM Teil der RPCSS Dienstleistung. Das RPC (ferner Verfahrenabruf) ist eines der durch die Windows Systeme benutzten wichtigsten Protokolle. Falls der Angreifer diese Verletzbarkeit ausnutzt, kann er in der Lage sein, listige Code laufen zu lassen, bzw. er kann zum Angriff der Dienstleistungsverweigerung fähig sein.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner nutzt, um sich zu verbreiten, die Verletzbarkeit MS03-001 von Microsoft aus.

Die Ursache für die Verletzbarkeit liegt in der Möglichkeit des Aktivierens der Code durch den nicht kontrollierten Puffer im Locatorsevice. Der Microsoft Locatorsevice ist ein Namenservice, der logische Namen in netzspezifische Namen wandelt.

Backdoor

Viren und Würmer öffnen immer häufiger eine Hintertür, einen so genannten Backdoor, auf dem infizierten Rechner. Dadurch können sie voll und ganz die Kontrolle über den Computer übernehmen. So kann der Angreifer auf dem Computer machen was er will: Er kann Anwendungen laufen lassen, Anwendungen stoppen, Dateien herunterladen, Passwörter und Zugriffscode entfernen od. ändern.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner öffnet an folgender Schnittstelle (Port) einen Backdoor: 6667 .

Der Schädling Trojaner ermöglicht das Laufen folgender Befehle auf dem Computer:

Gruppe Befehl Beschreibung
bot die
bot quit
bot remove
bot removeallbut
bot repeat
bot rndnick
bot secure
bot status
bot sysinfo
cvar get
cvar list
bot dns
cvar loadconfig
cvar saveconfig
cvar set
ddos ack Bot
ddos httpflood H7B
ddos random Bot
ddos stop
ddos stop Bot
ddos syn Bot
ftp download
bot exe
ftp execute
ftp update
http download
http execute
http update
http visit
irc action
irc disconnect
irc getedu
irc gethost
bot execute
irc join
irc mode
irc netinfo
irc part
irc privmsg
irc quit
irc raw
irc reconnect
irc server
pctrl kill
bot flushdns
pctrl list
redirect http
redirect socks
redirect stop
scan disable
scan disableall
scan enable
scan enableall
scan host
scan start
bot id
scan stats
scan stop
bot longuptime
bot nick
bot open
Bemerkung: Die englischen Beschreibungen der Befehle in der Tabelle kommen im Code des Virus vor. Ein Mittel der Öffnung einer Hintertür auf dem angegriffenen Rechner ist die Schaffung der Möglichkeit zur Fernsteuerung durch den Virus oder Wurm über irgendeinen IRC-Kanal. Über die IRC-Kanäle kann er sich auch an andere IRC-Anwender weiterschicken.

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner schließt sich folgender IRC-Server an:

  • si_server_root.chanpass
  • si_server_root.mainchan

Der Schädling Win32/Agobot Trojaner schließt sich dem IRC-Kanal: #killbill# an.