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Erstellt am: 2010-07-16, 10:37:48
Modifiziert am: 2010-07-16, 10:37:48
Plattform: Win32
Typ: Trojaner
Größe: 241648
Datum: 2004-02-03
Komprimierung: FSG
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Agobot.3.IG Trojaner heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Gaobot-406
AVG Worm/Agobot.6.BH
BitDefender Generic.Sdbot.469F8643
e-Trust Win32/Agobot.GH
F-PROT W32/Agobot.CW
F-Secure Backdoor.Win32.Agobot.gen
Ikarus Backdoor.Win32.Agobot.3
Kaspersky Backdoor.Win32.Agobot.gen
Antivirus Bezeichnung
McAfee W32/Gaobot.worm.gen.g(Virus)
Microsoft Win32/Gaobot
NOD32 (ESET) Win32/Agobot.3.IG
Panda W32/Gaobot.DH.worm
Rising Antivirus Backdoor.Agobot.3.rg
Sophos W32/Agobot-CK
Trend Micro WORM_AGOBOT.GEN
VirusBuster Worm.Agobot.EB
 

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
image

Das Ungeziefer Win32/Agobot.3.IG Trojaner im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt die Datei unter dem Namen: ipstack.exe

image image

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "IP Stack"="ipstack.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "IP Stack"="ipstack.exe"
Die Viren, Würmer sind in der Lage, Prozesse stoppen zu versuchen, die Bestandteile von Anti-Viren-Programmen bzw- Firewalls sind. Auch das hat ein doppeltes Ziel: Zum einen wird erschwert, dass der Anwender von der Infektion in Kenntnis Gesetz wird, zum anderen kann auch das Herauskommen des Hintertür-Komponenten erleichtert werden. Sie können auch vom bestimmten Verkehr zum Internet ablenken, den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten verhindern.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner stoppt folgende Prozesse:

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner stoppt von anderen Schädlingen folgende Abläufe:

Um sich im lokalen Netzwerk leichter zu verbreiten, sind die Viren und Würmer in der Lage, Dateien bzw. Verzeichnisse im Netz freizugeben und evtl. auf dem infizierten Rechner FTP Server-Dienstleistung zu starten. Selbstverständlich gehen die Schädlinge so vor, um den am anderen Computer sitzenden, neugierigen Anwender durch die Freigabe ebenfalls zu infiziert.

Der Schädling Trojaner stellt folgende Teilungen ein:

  • admin$
  • c$
  • d$
  • e$
  • ipc$
  • print$

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner nutzt folgende Dateien als geteilte Datei:

  • admin$
  • d$
  • ipc$
  • print$

Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner nutzt folgende Sicherheitslücke: MS03-026 , bzw. mit dem Zeichen: MS03-039 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Die Verletzbarkeit betrifft den DCOM Teil der RPCSS Dienstleistung. Das RPC (ferner Verfahrenabruf) ist eines der durch die Windows Systeme benutzten wichtigsten Protokolle. Falls der Angreifer diese Verletzbarkeit ausnutzt, kann er in der Lage sein, listige Code laufen zu lassen, bzw. er kann zum Angriff der Dienstleistungsverweigerung fähig sein.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner nutzt, um sich zu verbreiten, die Verletzbarkeit MS03-001 von Microsoft aus.

Die Ursache für die Verletzbarkeit liegt in der Möglichkeit des Aktivierens der Code durch den nicht kontrollierten Puffer im Locatorsevice. Der Microsoft Locatorsevice ist ein Namenservice, der logische Namen in netzspezifische Namen wandelt.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner nutzt, um sich zu verbreiten, die Verletzbarkeit MS03-007 von Microsoft aus.

Die Ursache für die Sicherheitslücke ist, dass der nicht kontrollierte Puffer einer Windowszusammensetzung Veränderungen von WEB-Server ermöglicht.

Backdoor

Viren und Würmer öffnen immer häufiger eine Hintertür, einen so genannten Backdoor, auf dem infizierten Rechner. Dadurch können sie voll und ganz die Kontrolle über den Computer übernehmen. So kann der Angreifer auf dem Computer machen was er will: Er kann Anwendungen laufen lassen, Anwendungen stoppen, Dateien herunterladen, Passwörter und Zugriffscode entfernen od. ändern.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner öffnet an folgender Schnittstelle (Port) einen Backdoor: 9100 .

Der Schädling Trojaner ermöglicht das Laufen folgender Befehle auf dem Computer:

Gruppe Befehl Beschreibung
bot about couldn't resolve host %s!
bot remove Removes the bot.
bot removeallbut cpu: %dMHz. ram: %dMB/%dMB. os: Windows %s (%d.%d, build %d). uptime: %dd %dh %dm box: %s. user: %s.
bot repeat -o
bot rndnick Makes the bot generate a new random nick.
bot secure Secures bot.
bot sysinfo Displays system info.
cvar get gets the content of a cvar
cvar list prints a list of all cvars
cvar loadconfig loads config from a file
cvar saveconfig saves config to a file
bot dns Resolves IP / Hostname by DNS.
cvar set sets the content of a cvar
ddos httpflood Starts a HTTP flood.
ddos stop Stops all attacks.
ddos synflood Starts a SYN flood.
ftp download Downloads a file from ftp.
ftp execute Updates the bot from a ftp url.
ftp update Executes a file from a ftp url.
http download Downloads a file from http.
http execute Updates the bot from a http url.
http update Executes a file from a http url.
bot execute Makes the bot execute an exe.
http visit Visits an url with a specified referrer.
irc action no.
irc disconnect Disconnects the bot from IRC.
irc getedu Prints netinfo when the bot is an EDU.
irc gethost Prints netinfo when hostname matches.
irc join Makes the bot join a channel.
irc mode Lets the bot perform a mode change.
irc netinfo Prints netinfo.
irc part Makes the bot part a channel.
irc privmsg Sends a privmsg.
bot flushdns Flush DNS cache.
irc raw Sends a raw message to the irc server.
irc reconnect Reconnects to the server.
irc server Changes the server the bot connects to.
pctrl kill kills a process
pctrl list lists all processes
redirect gre GRE redirect.
redirect http HTTP proxy.
redirect socks Socks 4 proxy.
redirect stop Stops all redirects.
redirect tcp TCP redirect.
rsl logoff logs the user off
rsl reboot reboots the computer
rsl shutdown shuts the computer down
scan dcom .scan.dcom 172.16.0.0/16 10000000
scan dcom2 Scans for DCOM2.
scan locator Scans for locator.
scan netbios Scans for NetBios.
scan stats Stats.
scan stop Stops all scans.
scan webdav Scans for webdav.
bot longuptime If uptime > 3 days then bot will respond.
bot nick Changes the nickname of the bot.
bot open Opens a file.
bot quit Quits the bot.
Bemerkung: Die englischen Beschreibungen der Befehle in der Tabelle kommen im Code des Virus vor. Ein Mittel der Öffnung einer Hintertür auf dem angegriffenen Rechner ist die Schaffung der Möglichkeit zur Fernsteuerung durch den Virus oder Wurm über irgendeinen IRC-Kanal. Über die IRC-Kanäle kann er sich auch an andere IRC-Anwender weiterschicken.

Der Schädling Win32/Agobot.3.IG Trojaner schließt sich der IRC-Server: word.afraid.org und dem Kanal: #word an.


Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

bei der Funktion

Tätigkeit

die Produktidentifikation (Product ID) folgender beliebten Spielprogramme werden eingesammelt:

Auf den angegriffenen Computer sind die geteilten Verzeichnisse der erstrangige Zielpunkt für die Viren, bzw. Würmer. Dadurch können sie sich nicht nur über das lokale Netz, sondern auch über peer-to-peer (P2P) Beziehungen verbreiten. Darüber hinaus können sie versuchen, Verbindung auch zu den geteilten Verzeichnissen anderer Computer herzustellen.

Zum Anschließen nutzt er folgende Benutzernamen:

Die Passwörter wählt er aus folgenden aus: